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Open Eyes - Stiftung für ophtalmologische Forschung
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ForschungsbereicheGlaukom spacer

Glaukom (grüner Star)

Forschungsrichtungen und Forschungspolitik

  1. Entwicklung von neuen, weniger invasiven chirurgischen Methoden zur Behandlung des Glaukoms
  2. Entwicklung einer neuen Tonometrie in Zusammenarbeit mit der EPFL
  3. Studien zum verbesserten Verständnis der pathogenen Mechanismen des Glaukoms
  4. Bewertung von Diagnosetests zur Krankheitserkennung und Behandlung der Patienten
  5. Bewertung von neuen medizinischen Therapien des Glaukoms.

Neue, weniger invasive chirurgische Behandlungsmöglichkeiten des Glaukoms

In Lausanne wurde eine filtrierende, nicht penetrierende Chirurgie zur Behandlung des Glaukoms entwickelt. Sie hat sich bewährt und wird gegenwärtig weltweit von der Mehrheit der Chirurgen für Glaukomoperationen übernommen. Das „Glaukom-Team“ nimmt an zahlreichen Schulungsanlässen im Ausland teil.

Im Laufe der letzten Jahre wurde eine grosse Zahl von Forschungsarbeiten sowohl im Bereich der klinischen Forschung als auch im Bereich Grundlagenforschung durchgeführt. Die klinischen Studien konzentrierten sich auf die Entwicklung einer neuen chirurgischen Technik und auf die Evaluierung des Behandlungserfolgs und der mittelfristigen und langfristigen Komplikationen.

Bei der Grundlagenforschung ging es um ein besseres Verständnis der Filtrationsmechanismen während und nach dem filtrierenden, nicht penetrierenden chirurgischen Eingriff. Die Studien wurden am Tiermodell durchgeführt (pigmentiertes Kaninchen). Der Einsatz biomikroskopischer Ultrasonographie, digitalisierter Angiographie des vorderen Segments, der Mikroskopie sowie des Labors für okuläre Perfusion ermöglichte uns, die Filtrationsmechanismen teilweise zu verstehen.

In Zusammenarbeit mit anderen internationalen Autoren für nicht penetrierende Chirurgie des Glaukoms wurden zwei Bücher veröffentlicht. Darüber hinaus wurden mehrere Kapitel für weitere wissenschaftliche Werke verfasst.

Wir haben den ersten Kongress zum Thema nicht penetrierende Chirurgie des Glaukoms am 1. und 2. Februar 2001 in Lausanne organisiert. Am Kongress nahmen über 400 Teilnehmer aus 33 Ländern teil.

Der zweite Kongress fand 2003 in Luxor und der dritte 2006 in Toronto statt.

Neues Tonometer

Zwischen dem Augeninnendruck und der Resonanzfrequenz des Auges wurde ein Zusammenhang beobachtet. Die verhältnismässig weit fortgeschrittenen Untersuchungen eröffnen uns vermutlich die Möglichkeit, ein neues, präziseres Tonomoter als das Goldman-Tonometer zu entwickeln, das auf dem Prinzip der Applanation beruht. Diese Technik erlaubt uns möglicherweise die kontinuierliche Messung des Augeninnendrucks. Die detaillierten Forschungsergebnisse stehen in der These von S.-E. Hédiguer zur Verfügung.

Ein weiteres, kürzlich in Zusammenarbeit mit Herrn Leonardi der EPFL durchgeführtes Forschungsprojekt ermöglichte uns die Entwicklung einer Methode zur kontinuierlichen Messung des Augeninnendrucks. Ein Tonometer wurde in eine Kontaktlinse eingesetzt, das den Augeninnendruck misst und ihn drahtlos an einen an einer Brille angebrachten Empfänger übermittelt. Das Forschungsprojekt ist zur Zeit noch im Gang und wir hoffen, in 2007 eine wirksame Möglichkeit zur kontinuierlichen Messung des Augeninnendrucks zu entwickeln.

Pathologische Mechanismen des Glaukoms

Studie der anatomisch-histologischen Strukturen des Schlemm-Kanals. Eine Studie wurde auf der Basis von gesunden, enuklierten Augen durchgeführt, die nicht für eine Hornhautverpflanzung verwendet werden konnte. Die Proben dienten der Definition der normalen Histologie des inneren Endothels des Schlemm-Kanals. Die Ergebnisse wurden anschliessend mit Proben von Glaukompatienten verglichen. Das Endothel des Schlemm-Kanals von Glaukompatienten weist eine Verringerung der Quantität und Qualität der Endothelzellen auf. Diese erste Studie ermöglicht eine genauere Definition der Pathogenese von Glaukomen. 

 

Evaluierung von Diagnosetests für die Krankheitserkennung und Behandlung der Patienten.


- Untersuchung der dreidimensionalen Anatomie des Sehnervs und der Nervenfaserschicht im hinteren Teil des Auges.

Die Untersuchungen sind zur Zeit im Gang, gewisse Ergebnisse sind bereits veröffentlicht worden, andere werden in Kürze publiziert.

Neue medizinische Therapien

In Zusammenarbeit mit anderen Forschungszentren wurden verschiedene Untersuchungen im Hinblick auf die Wirksamkeit und Gefahrlosigkeit neuer medizinischer Behandlungsformen von Glaukomen durchgeführt.

Mehr Informationen
Glaucome et recherche
Dr A. Mermoud, Professeur associé, médecin adjoint (HOJG)
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